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Schreibtipps

Tipps für den perfekten Brief

Sechs Dinge, die den Unterschied machen, zwischen einem Brief, der gelesen wird, und einem, der es schwer hat.

  1. Das richtige Papier

    Weißes, unliniertes A4-Papier. Wer kein Briefpapier hat, nimmt einfach das aus dem Drucker.

    Damit die Zeilen gerade bleiben, hilft ein alter Trick: Lege ein liniertes Blatt unter das weiße. Die Linien scheinen durch und verschwinden, wenn du das Hilfsblatt wieder herausziehst. Im fertigen Brief sieht man nichts davon.

  2. Lesbar schreiben

    Deine Schrift muss nicht schön sein. Sie muss lesbar sein.

    Zu klein, zu eng, zu hastig, und ein Brief, der inhaltlich gut ist, landet als Letzter auf dem Stapel. Wer pro Tag dutzende Briefe bekommt, freut sich über einen, den man gerne liest. Nimm dir Zeit.

  3. Um Rückmeldung bitten

    Handgeschriebene Briefe aus dem Wahlkreis fallen auf. Es kommt häufiger vor als man denkt, dass Abgeordnete tatsächlich antworten: per Brief, manchmal per E-Mail, manchmal sogar per Telefon. Besonders wenn das Thema gerade auf der politischen Agenda steht.

    Damit das funktioniert, müssen deine Kontaktdaten im Brief stehen. Schreib Telefonnummer und E-Mail-Adresse unter deinen Namen. Je einfacher eine Antwort zu schicken ist, desto öfter passiert es.

  4. Briefmarke und Porto

    Ein Standardbrief kostet 0,95 Euro (Stand 2026). Briefmarken gibt es an Postschaltern, an Automaten in Bahnhöfen und Supermärkten, in vielen Kiosken und online. Die Deutsche Post bietet auch eine mobile Briefmarke an: den Code kaufst du per App und schreibst ihn auf den Umschlag.

  5. Bei aktuellen Themen schnell absenden

    Wenn dein Anliegen mit einem laufenden Gesetzgebungsverfahren oder einer aktuellen Debatte zusammenhängt, zählt jeder Tag. Ein Brief, der zwei Tage vor einer Abstimmung ankommt, hat ein anderes Gewicht als einer, der eine Woche danach eintrifft.

  6. Auch mal Danke sagen

    Kritik kommt jeden Tag, Lob fast nie. Wenn eine Abgeordnete sich für etwas einsetzt, das dir wichtig ist, schreib ihr das. Auch dann, wenn du eine andere Partei gewählt hast.

    Der Job zehrt: Sitzungswochen bis nach Mitternacht, Wahlkreis am Wochenende, ein Postfach voller Wut. Ein handgeschriebenes Danke fällt aus diesem Stapel heraus und bleibt hängen. Fünf Minuten von dir, eine Woche bessere Laune im Büro.

Häufige Fragen

Welches Papier soll ich für einen handgeschriebenen Brief nehmen?

Weißes, unliniertes A4-Papier reicht. Wer kein Briefpapier hat, nimmt einfach Druckerpapier. Damit die Zeilen gerade bleiben, kann man ein liniertes Blatt unterlegen, die Linien scheinen durch und verschwinden, wenn man das Hilfsblatt herauszieht.

Muss meine Handschrift schön sein?

Nein, sie muss nur lesbar sein. Zu klein, zu eng oder zu hastig riskiert, dass selbst ein inhaltlich guter Brief untergeht. Nimm dir Zeit beim Schreiben.

Soll ich Telefonnummer und E-Mail in den Brief schreiben?

Ja. Je einfacher eine Antwort zu schicken ist, desto öfter passiert es. Schreib Telefonnummer und E-Mail unter deinen Namen, damit das Abgeordnetenbüro dich auch ohne Briefantwort erreichen kann.

Was kostet ein Standardbrief in Deutschland?

0,95 Euro (Stand 2026). Briefmarken gibt es an Postschaltern, an Automaten in Bahnhöfen und Supermärkten, in Kiosken und online. Die Deutsche Post bietet auch eine mobile Briefmarke, die per App gekauft und als Code auf den Umschlag geschrieben wird.

Wann sollte ich den Brief abschicken?

Sofort, wenn dein Anliegen mit einer laufenden Debatte oder einem aktuellen Gesetzgebungsverfahren zusammenhängt. Ein Brief zwei Tage vor einer Abstimmung wirkt anders als einer eine Woche danach.

Soll ich auch positives Feedback an Abgeordnete schicken?

Ja. Kritik kommt jeden Tag, Lob fast nie. Ein handgeschriebenes Danke fällt aus dem Postfach heraus und bleibt hängen, auch wenn du eine andere Partei gewählt hast.

Unser Entwurf ist ein Anfang

Wir formulieren den Brief vor und senken damit die Hürde. Aber lies ihn durch und pass an, was sich nicht nach dir anfühlt. Dein Thema, deine Formulierungen, deine Unterschrift.

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Kostenlos, in drei Minuten, ohne Anmeldung.

Den vollständigen Guide vom Anliegen bis zum Briefkasten gibt es unter Vom Frust zum Brief im Kasten.