Wer dahintersteht
Hinter Brief-nach-Berlin steht keine Organisation und kein Team, sondern eine Person, die das Projekt aus eigener Tasche und in eigener Verantwortung baut. Damit klar ist, an wen du dich wendest:

Thomas Lorenz
Indie Builder, Bremen
Geboren in Duisburg, gelandet in Bremen. Politikwissenschaft studiert in Lissabon, Leipzig und Bologna. Seitdem baue ich Tools, die gute Initiativen voranbringen und Spaß machen sollen.
Und ja, ich bin bekennender Fan von Felix dem Hasen aus meiner Kindheit. Das Design hier lehnt sich ein bisschen an diese Erinnerungen an, und ich hoffe, es macht euch genauso Freude wie mir.
Ich arbeite mit einem Tech-for-Good-Ansatz. Das heißt: Nicht alles, was technisch geht, sollte auch gebaut werden. Aber wenn Technik eine Hürde senken kann, die sonst Leute davon abhält, etwas Sinnvolles zu tun, dann ist das genau der Punkt, an dem es sich lohnt. Brief-nach-Berlin ist so ein Punkt.
Frust ohne Adresse

Mir ist über die Zeit aufgefallen: Fast alle Menschen, mit denen ich rede, regen sich über irgendetwas in der Politik auf. Über das Bahnchaos, über die Schule der Tochter, über den Zustand des eigenen Stadtteils. Aber kaum jemand schreibt deswegen einen Brief an die zuständige Person. Der Frust ist da, der Adressat fehlt.
Dabei sind die Hürden alle technischer Natur: Wer ist eigentlich mein Abgeordneter? Wie spreche ich den an? Was schreibe ich? Wie lang? Wohin schicken? Lohnt sich das? Bis man das geklärt hat, ist der Abend vorbei und die Tagesschau läuft schon. Beim nächsten Mal das gleiche Spiel.
Der Auslöser: ein Telefonat mit meiner Mutter
Ein konkretes Beispiel dafür war meine Mutter. Sie wohnt in Duisburg und hat irgendwann am Telefon über ein paar Probleme im Ruhrgebiet gesprochen. Ich habe gesagt: „Warum schreibst du nicht mal einen Brief an deine Abgeordneten? Das dauert doch nur zehn, fünfzehn Minuten.“
Sie hat es nicht gemacht. Nicht aus Desinteresse, sondern weil der Aufwand sich für sie nicht nach fünfzehn Minuten anfühlte: Erst mal recherchieren, wer überhaupt für was zuständig ist. Dann die richtige Adresse finden. Dann den Brief so formulieren, dass er ernst genommen wird und nicht wie ein verärgerter Leserbrief klingt. Dann die Argumente sauber aufbauen. Das wurde Woche um Woche aufgeschoben.
Genau an dieser Stelle setzt Brief-nach-Berlin an. Nicht für meine Mutter speziell, sondern für alle, denen es so geht.
Aus fünf Hürden wird eine
Du sagst uns, was dich stört, und deine Postleitzahl. Den Rest übernehmen wir. Wir finden die richtige Ansprechperson, wir schlagen einen Brief vor, der zu deinem Anliegen passt, und du schreibst ihn in Ruhe ab. Du bleibst die Autorin, die Unterzeichnerin, der Mensch dahinter. Wir sind nur die Brücke zwischen dem Anliegen und dem Schreibtisch der richtigen Person.
Meine Mutter war übrigens die erste Nutzerin. Sie hat ihren Brief geschrieben, abgeschickt und sagt seitdem, dass sich politisch etwas verändert hat: nicht in Duisburg, sondern in ihr selbst. Aus „da müsste mal jemand etwas tun“ ist „ich habe etwas getan“ geworden. Genau dieses kleine Empowerment ist der eigentliche Effekt, um den es geht.
Das hier ist keine Petitionsseite
Petitionen sind eine andere Sache. Da unterschreiben tausend Leute denselben Text, und am Ende landet das Ergebnis in einem Ausschuss, der es wohlwollend zur Kenntnis nimmt. Das ist nicht, was hier passiert.
Brief-nach-Berlin produziert echte, individuelle Briefe. Jeder Brief ist deiner, mit deinen Worten, an deinen konkreten Wahlkreisabgeordneten. Du schreibst ihn von Hand ab und schickst ihn selbst los. Das ist mehr Aufwand als ein Klick auf „Unterschreiben“ und genau deshalb wirkt es. Ein persönlicher Brief landet auf einem Schreibtisch. Eine Unterschrift in einer Liste landet in einer Statistik.
Empfehlung in der Lage der Nation
Seitdem Brief-nach-Berlin in der Lage der Nation (Folge 478) empfohlen wurde, haben sich die Nutzerzahlen versechsfacht.
Wenn das Tool für dich funktioniert hat, erzähl es weiter. Genau so verbreitet sich das hier.
Warum ich das aus eigener Tasche bezahle
Brief-nach-Berlin ist kostenlos, ohne Werbung, ohne Bezahlschranke. Server, KI-Kosten, Domain, alles läuft über mich. Ich verdiene hier nichts, und das ist Absicht.
Der Grund: Ich schätze unser politisches System in Deutschland sehr. Es ist nicht perfekt, aber es ist eines der wenigen, in dem ein einzelner Mensch mit einem einzelnen Brief tatsächlich in einem Abgeordnetenbüro landen und gehört werden kann. Das ist eine seltene Errungenschaft, und sie funktioniert nur, solange Menschen sie auch nutzen.
Was mich antreibt, ist das, was ich Selbstgesundheit in der Demokratie nenne. Demokratie ist kein Zuschauersport. Sie funktioniert nur, wenn Menschen das Gefühl haben, dass sie wirken können, und dieses Gefühl entsteht nicht im Kopf, sondern in der Handlung. Einmal einen Brief geschrieben zu haben, einmal eine Antwort aus einem Abgeordnetenbüro gelesen zu haben, einmal erlebt zu haben, dass das System auf einen reagiert: das verändert etwas.
Solange dieses Tool Leuten dabei hilft, trage ich die Kosten gerne selbst. Sollte es eines Tages zu groß werden, frage ich um Unterstützung. Bis dahin läuft es einfach weiter.
Was mir bei den Daten wichtig ist
Brief-nach-Berlin sammelt keine Daten, die es nicht braucht. Kein Account, kein Tracking, keine Profile. Dein Anliegen und dein Brief bleiben bei dir. Das ist nicht nur DSGVO-konform, es ist die einzige Art, wie eine politische Anwendung in meinen Augen funktionieren darf.
Häufige Fragen
Wer steckt hinter Brief-nach-Berlin?
Thomas Lorenz, ein Indie Builder aus Bremen. Politikwissenschaft studiert in Lissabon, Leipzig und Bologna. Brief-nach-Berlin wird aus eigener Tasche finanziert, ohne Organisation, ohne Team, ohne Werbung.
Was kostet Brief-nach-Berlin?
Nichts. Brief-nach-Berlin ist kostenlos, ohne Werbung, ohne Bezahlschranke. Server, KI-Kosten und Domain trägt der Gründer selbst.
Ist Brief-nach-Berlin eine Petitionsplattform?
Nein. Petitionen sammeln tausend Unterschriften unter einem Text. Brief-nach-Berlin produziert individuelle Briefe in deinen eigenen Worten an deinen konkreten Wahlkreisabgeordneten. Du schreibst von Hand ab und schickst selbst los.
Welche Daten sammelt Brief-nach-Berlin?
So wenig wie möglich. Kein Account, kein Tracking, keine Profile. Dein Anliegen und dein Brief bleiben bei dir. DSGVO-konform und bewusst minimal.
Wie kann ich Feedback geben?
Direkt an den Gründer über die Kontaktseite oder LinkedIn. Brief-nach-Berlin lebt vom Feedback der Nutzerinnen und Nutzer.