Grundsätze für Kampagnen
Einen Brief kann bei Brief-nach-Berlin jede und jeder schreiben, zu jedem Anliegen. Für Kampagnen gelten zusätzliche Regeln. Hier steht, nach welchen Grundsätzen ich entscheide, welche Kampagnen online gehen.
Briefe für alle, Kampagnen mit Auswahl
Wer einen eigenen Brief schreibt, muss sich nur an die Nutzungsbedingungen halten. Ich prüfe Briefe nicht auf ihre politische Richtung. Eine Kampagne bekommt dagegen eine eigene Seite unter dem Namen Brief-nach-Berlin, und ich mache sie mit sichtbar. Getragen wird das Projekt von der gemeinnützigen WE AID gGmbH. Deshalb schaue ich mir jede Kampagne an, bevor sie online geht.
Was eine Kampagne mitbringen muss
Ich gebe eine Kampagne frei, wenn sie
- mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Dazu gehören die Würde jedes Menschen (Art. 1), die Gleichheit vor dem Gesetz und das Verbot von Diskriminierung (Art. 3) und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Art. 20a). Zu Letzterem zählt nach dem Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts von 2021 auch der Klimaschutz für künftige Generationen,
- dem Stand der Wissenschaft nicht widerspricht. Wer Fakten nennt, sollte sie belegen können,
- sich an eine Stelle richtet, die etwas ändern kann, und sagt, was sich ändern soll,
- sachlich bleibt und keine einzelnen Menschen angreift. Politische Entscheidungen zu kritisieren gehört natürlich dazu.
Parteien und Wahlen
Ich veröffentliche keine Wahlwerbung und keine Kampagne, die für oder gegen eine Partei mobilisiert. Gemeinnützige Organisationen müssen parteipolitisch neutral bleiben, und das gilt auch für Brief-nach-Berlin. Möglich sind Kampagnen, die ein rechtsstaatliches Verfahren fordern, etwa eine Prüfung durch ein Gericht. Wenn darin eine Partei genannt wird, prüfe ich die Kampagne im Einzelfall besonders genau.
Ich entscheide im Einzelfall
Auch wenn eine Kampagne alle Punkte erfüllt, gibt es keinen Anspruch darauf, dass ich sie veröffentliche. Brief-nach-Berlin ist ein kleines Projekt, das ich allein betreibe, und ich entscheide, wofür es seinen Namen hergibt. Wenn ich eine Kampagne nicht freigebe, schreibe ich der Person dahinter eine Mail und nenne den Grundsatz, an dem es hängt. Du kannst darauf antworten und widersprechen. Öffentlich mache ich solche Entscheidungen nicht.
Dein Anliegen kannst du trotzdem jederzeit als eigenen Brief schreiben. Zum Brief-Tool
Stand: 19. Oktober 2026